Chrysemys picta bellii

Zolling, der 11. Januar 2014 (letztmals Überarbeitet)

Chrysemys picta bellii

Westliche-Zierschildkröte oder auch Indianer-Schildkröte

Chrysemys picta bellii-Weibchen

Einleitung

Beschreiben wurde Chrysemys picta bellii schon sehr früh, 1831 von Gray . Brnannt wurde sie von ihm nach Thomas Bell.

Mit der Indianer-Schildkröte haben wir die größte Unterart der Gattung Chrysemys und  wohl die Farbigste. Wie alle Chrysemys variiert auch Chrysemys picta bellii in den Farben,  und Zeichnungen sehr. Die Westliche Zierschildkörte wohl am Meisten, von all den vier Arten, der Gattung Chrysemys.. Männchen werden bis zu 16 cm und Weibchen bis zu 19 cm (in der Regel)  groß. Hier gelten immer bei den Größen Angaben, es wird immer von dem jemals am größten Vermessen  Exemplar ausgegangen. Wir können aber davon ausgehen, dass die Tiere meist um ein Viertel kleiner bleiben.

Aber auch hier gilt Reptilien wachsen bis an ihr Lebensende. Chrysemys picta bellii werden 35 Jahre und älter und kommen im hohen Alter den angegebenen Höchstmaßen  immer etwas näher.

Bis zum Verbot der Einfuhr in die Mitgliedsstaaten der EU, wegen Faunenverfälschung, wurde die Westliche-Zierschildkröte, zu Zehntausenden jährlich nach Europa, aus Amerika eingeführt. Vor allem nach Frankreich und Deutschland.

Chrysemys picta bellii eignet sich für die Teichhaltung. Gehen wir aber einmal davon aus, das in Mitteleuropa, die einzige Einheimische Sumpfschildkröte Emys orbicularis ist, dann können wir schon daran ersehen, dass es nicht so einfach ist, für Chrysemys und auch andere Wasserschildkröten-Arten. Für eine ganzjährige Haltung im Gartenteich sind die Übergangszeiten Frühjahr/Herbst einfach zu Unbeständig, ja Schmuddelig. 

Chrysemys picta belli-2 Weibchen

Selbst in den Sommermonaten, kommt es immer wieder zu langanhaltenden Schlechtwetterzeiten, in denen den Tieren nicht  im Geringsten, nur halbwegs artgerechte Bedingungen geboten werden. Auch muss ein Gartenteich für eine Schildkröten-Haltung, artgerecht Angelegt sein. Alles nicht ganz so einfach, aber siehe Hierzu www.schildkrötenteiche.de, von Günter Kalter. Meine Chrysemys picta bellii und auch Chrysemys picta, picta kommen immer erst, ab Mitte Mai in den Gartenteich. Erst dann, wenn das Wasser mindestens 16 °C warm ist, und wenn es Sonnig ist.

Für eine Pflege im Aquaterrarium werden, bei den guten Schwimmern und der Größe der Tiere, recht grosse Becken benötigt. Chrysemys picta bellii frisst auch gerne Pflanzen und sie frisst recht gut. So wird auch immer ein optimaler Filter mit einer Großen Leistung gebraucht.

Sehr geeignet wäre die Haltung im zum Teil mit Glas überbauten Gartenteich oder auch im Wintergarten, sowie im Gewächshaus.

Alles in allen ist Chrysemys picta bellii eine sehr schön anzuschauende und Interessante Wasserschildkröte. Auch ist sie für den Neueinsteiger geeignet. 

Chrysemys picta bellii-Schlüpflinge

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Chrysemys picta bellii ist sehr Groß und streckt sich über viele Bundesstaaten Nordamerikas aus  und auch in Mexiko kommt sie vor. Das Verbreitungsgebiet Reicht von Washington und dem nördlichen Oregon bis nach Missouri und Wisconsins.Isolierte Populationen gibt es in New Mexiko, im Osten Arizonas, im Süden Utahs und im Norden von Chihuahuas, Mexiko (Schildkröten der Welt, Band II, Holger Vetter).

Systematik

Unterklasse: Anapsida

Ordnung: Testudines

Unterordnung. Cryptodira (Halsberger)

Familie: Emydidae (Neuweltliche Sumpfschildkröte)

Unterfamilie. Deirochelyinae

Gattung: Gattung: Chrysemys (Zierschildkröte)

Art: Chrysemys picta (Zierschildkröte)

Unterart: Chrysemys picta bellii (Westliche Zierschildkröte)

John Edward Gray

John Edward Gray

Am 12.Februar 1800 in Wallsall/Staffordshire,England Geboren und am 7. März 1832 in London Verstorben, war Mediziner und Zoologe.

Er hat 1872 Chrysemys picta bellii zuerst beschrieben.

Alles weitere bei:

http://chamaeleons-online.com/wiki/index.php/John_Edward_Gray

Thomas Bell

Thomas Bell

Geboren am 11.Oktober 1792-Gestorben am 13. März 1880 in Selborne war ein Arzt und

Zoologe aus Großbritanien.

Nach Ihm wurde Chrysemys picta bellii benannt.

Alles weitere bei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bell

Chrysemys picta bellii-Männchen

Erscheinungsbild

Der Rückenpanzer (Carapax) ist in der Regel schön tief dunkel Moosgrün. Die Nähte zwischen den Carapax-Schilden, sind meist tief gelb, oft mit einem Schuss ins orange. Auf den Schilden selbst sind kleine unregelmässige Zeichnungen, meist in der Farbe der Carapax-Nähte.

An den Randschilden sind unregelmässig rote Zeichnungen, immer an der Unterseite etwas mehr. Die Grundfarbe des Bauchpanzers ist rot, ja leuchtend rot. An der Mittellinie entlang, an den Quernähten bis zum Rand hin, ist eine grosse, ganz Auffällige Zeichnung. Diese Zeichnung hat eine matt-schwarze Grundfarbe. Hierherauf befinden sich aber wieder elfenbeinfarbige Linien, mal dicker mal dünner, aber immer Unregelmässig.

Mit der roten Grundfarbe und der bei jedem Tier individuellen Zeichnung, ist dieses Plastron sehr Anschauens wert und es macht jedes Tier Einzigartig.

Sie werden schon Bemerkt haben, auch die Indianer-Schildkröte variiert sehr in ihrem

Erscheinungsbild.

Kopf, Hals, Schwanz und Beine, die Weichteile sind meist wie der Carapax dunkel, -Moosgrün. Hierherauf befinden sich Linienzeichnungen, mal Dünner, mal Dicker, aber immer ganz Unregelmässig. Diese Linien sind fast immer in den Farben der Carapaxnähte. 

Chrysemys picta bellii-Männchen

Chrysemys picta bellii ist die Größte der vier Unterarten, den Zierschildkröten. Weibchen werden bis zu 26 cm. und Männchen bis zu 18 cm. Groß, Größen Angabe aus "Schildkröten der Welt-Band II" von Holger Vetter. Selbst habe ich schon einige Chrysemys picta bellii  gesehen, aber hier waren die Weibchen gerade mal bis18 cm groß und die Männchen bis 13 cm.

Männchen werden mit drei bis fünf Jahren Geschlechtsreif. Sie bekommen dann einen dickeren Schwanz und die Kloagenspalte liegt dann ca.1, 5 cm hinter den Randschilden. Bei den Weibchen schließt sie mit den Randschilden ab. Der Bauchpanzer beim Männchen ist meist "Konkav „nach innen gewölbt. Männchen bekommen mit der Geschlechtsreife und mit dem Alter, an die Vorderbeine lange Krallen. Der Körper beim Weibchen (Panzer) wird fast doppelt so hoch, wie der des Männchens. Männchen bleiben wie schon gesagt kleiner und so wiegen die Weibchen schon mal das Vierfache und noch mehr, als das Männchen.

Bei den Weibchen kommt es  vor, dass sie mehr wie zwanzig Eier pro Gelege abgesetzten. Da wird ein großer Körper gebraucht, um alle Unterzubringen.

Chrysemys picta bellii-Carapaxansicht

Schutzstatus

Chrysemys picta, die Zierschildkröten (alle vier Unterarten) wurden 2003 von der EU auf "Anhang B der EG-VO 338/97" gestellt. Vor allem heißt dies, dass keine Zierschildkröten mehr in die Mitgliedsstaaten der EU eingeführt werden dürfen. Nur Nachzuchten aus den EU-Ländern dürfen gehandelt werden und diese sind Meldepflichtig.

Das Gesetz ist für alle gleich und es ist Eindeutig. Trotzdem bleibt die Auslegung von Gesetzen immer unterschiedlich, dass ist in den EU-Staaten oder bei unseren Bundesländern leider so.

Warum werden Chrysemys picta, nun in der EU Geschützt, obwohl sie in ihrer Heimat nicht als gefährdet gelten? Sie leben in Nordamerika auf den gleichen Breitengraden wie wir sie hier in Mitteleuropa und Nordafrika haben und so finden sie ähnliche Bedingungen vor.

Vor allen in den achtziger und neunziger Jahren, des vergangenen Jahrhunderts wurden sie in Großen  Massen, in Europa eingeführt. Ermöglicht wurde dies durch immer mehr und größere Schildkrötenfarmen in Amerika. Auch wurden viele Tiere der Natur entnommen und die Sammler bekamen ein paar Cent pro Stück, bei den Sammelstationen.

 Alles nur um Geschäfte zu machen, mit falsch verstandener Tierliebe. So waren die Tiere sehr Preiswert, ja Billig und sie wurden zur Massenware. (Leider) Sie wurden, da die kleinen nur wenige Wochen alten Schlüpflinge, ja so niedlich waren, Spontan gekauft. Es fehlte den meisten Käufern, das nötige Wissen über Zierschildkröten. Zudem waren es meist Weibchen und so mussten die Spontankäufer erleben, wie die Tiere immer Grösser wurden. Ein Sonderangebots Aquarium (sechzig Zentimeter) wurde zu klein. Für ein artgerechtes Aquaterrarium wollte man das Geld nicht ausgeben oder man hatte es einfach nicht. Meist war das Interesse an den Tieren auch nicht mehr, wie Anfangs vorhanden. 

Chrysemys picta bellii-Weibchen

Tierheime und Auffangstationen quollen über vor abgegebenen Tieren, da sie auch nur selten weiter Vermittelt werden konnten. Der Markt für adulte Schmuckschildkröten war Übersättigt. Es konnten keine Tiere mehr aufgenommen werden, aber Trotz alledem wurden weiter Schlüpflinge verkauft. Gerade die Hauptverschuldner an dieser Miesere, die Tierhandlungen nahmen aber nur selten Tiere zurück.

Es muss aber noch gesagt werden, viele der importierten Schlüpflinge, verstarben oft schon in den ersten Wochen. Der Stress für die Tiere, schon beim meist viel zu langen Transport, falsches Futter, die ganze Unwissenheit und das oft schnelle Uninteressiert sein an den Tieren, waren  meist die Gründe.

Was macht man aber nun mit einer adulten Wasserschildkröte die keiner mehr haben möchte und selbst will man sie auch nicht mehr?  Sie wird heimlich in irgendein Gewässer Ausgesetzt.

Wie Erwähnt, bei uns ist in etwa das Klima das Gleiche wie in den Verbreitungsgebieten der Tiere. Sie können meist Überleben, nur vermehren (Reprutizieren) können sie sich hier in Deutschland nicht, es sei denn wir haben einen Sommer wie 2003.Aber in den südlichen Ländern, wo auch Europäische- Landschildkröten einheimisch sind, können sie dies schon.

Nun sind Wasserschildkröten aber Allesfresser und wo es genügend davon gibt, bleibt von der natürlichen Fauna nichts mehr. Viele natürliche Feinde gibt es in Europa auch nicht, es sei denn der auch nicht Heimische Nordamerikanisch Waschbär vermehrt sich weiter so rasend schnell. Wäre aber auch keine gute Lösung.

Also wurde von Besorgten Mitbürgern ein Einfuhrverbot bei der EU beantragt und diesem wurde Entsprochen. Was auch nur Richtig ist.

Nur mit dieser Art der falsch verstandenen Tierliebe, gibt man auch den extremen Tierschützern, viele positive Gründe für ein Verbot der Wildtierhaltung und sei sie noch so Artgerecht.

 

Chrysemys picta belli-Schlüpfling

Diese Gründe werden gerne von den Medien aufgenommen und mit dummen Titeln veröffentlicht. Immer ohne sich auch nur im Geringsten zuvor richtig zu Informieren.

Gerade durch die artgerechte Haltung und Pflege von Wildtieren erfahren wir viel über ihre Lebensweise. So kann man mit diesen gewonnenen  Erkenntnissen zur Arterhaltung beitragen.

Eine Studie über Wasserschildkröten!

Laut Dr. Peter Paul van Dijk, Direktor des International Tor Toise  Conservation Programmes (stand 2010), ist mehr wie ein Drittel der weltweit rund 280 Sumpfschildkrötenarten inzwischen vom Aussterben bedroht.

Neben den Habitat Verlusten, ist der Fang der Schildkröten für kulinarische Zwecke und für den Tierhandel die wesentliche Ursache für die Gefährdung. Verschlimmert wird die Situation noch dadurch, dass viele Schildkröten gefangen werden bevor sie sich auch nur einmal erfolgreich Fortpflanzen können. 

Chrysemys picta belli,semiadult

Lebensraum und Lebensweise

Im Gegensatz zur Gattung Graptemys, die ja in Flüssen/Flusssystemen mit guter Strömung zu Hause sind, lebt die Gattung Chrysemys  in ruhigen Gewässern, wie Teichen, Tümpeln, kleinen Seen, Drainagegräben, größeren Viehtränken und auch mal in kleineren Bächen. Bevorzugte Gewässer sind solche mit Flachwasser (mit viel Pflanzenwuchs), aber auch tieferen Wasser mit möglichst Schlamm am Boden. Sonnenplätze müssen vorhanden sein, möglichst aus ins Wasser gefallenen Baumstämmen bestehend. Aber auch aus dem Wasser ragende Steine werden gerne angenommen. Oft Begnügen sie sich auch mit ins Wasser geworfenen Wohlstandsmüll, wie Kunststoffteile oder gar Autowracks. Wichtig ist für sie aber immer, dass sie vom Sonnenplatz bei Gefahr direkt zum Schutz, ins Wasser springen können, um dort tauchend sich in Sicherheit zu bringen.

Chrysemys picta bellii-Weibchen

Auch für Chrysemys picta gilt wie für alle Wildtiere!

---finde ich immer genügend Futter.

---kann  ich mich vor Feinden schützen.

---habe ich die Möglichkeit meine Art zu erhalten.

Nur diese drei Dinge sind für Wildtiere wie Schildkröten in der Regel wichtig. Sind diese drei Dinge nun gegeben, dann bleibt eine Chrysemys picta bellii auch Standorttreu.

Welche Gründe gibt es aber nun Trotzdem, den Standort zu wechseln?

---die Gruppe wird ist zu groß, es fehlt an Futter, es kommt zu Aggressionen/Beißereien, dann verlässt ein Teil der Tiere den Standort. So kommt es zur Verbreitung, einer Art in immer neue Gebiete. So wird auch der Inzucht vorgebeugt, ein großer Genpool bleibt erhalten.

---fehlt es an Futter, trocknet das vorhandene Gewässer aus, dann wird auch schon mal ein anders Gewässer aufgesucht. Hier kommt es dann schon mal zu Regelrechten Massenwanderungen. Immerhin hat man auf einem Hektar schon dreihundert bis fünfhundert Tiere gezählt.

---Männchen gehen auf die Suche nach Paarungswilligen Weibchen. Auch hierbei wird öfters mal der Standort gewechselt. Nur so kommt es auch zu Blutauffrischungen bei einer Art. 

Chrysemys picta bellii-Männchen

In den natürlichen Verbreitungsgebieten, von Chrysemys picta, gibt es genau wie bei uns in Europa, Klimatisch bedingte unterschiedliche Jahreszeiten, mit Sommer und Winter, Frühling und Herbst. Also eine aktive und eine inaktive Jahreszeit, mit Frühjahr und Herbst den Übergangszeiten.

Wie schaut nun ein Tagesablauf, in der aktiven Jahreszeit für, eine Zierschildkröte aus?

Früh morgens mit den ersten warmen Sonnenstrahlen, kommen die Tiere aus ihren nächtlichen Verstecken. Nun wird sich beim Sonnenbaden aufgewärmt. Schildkröten sind Wechselwarmblütler, so kann ihr Organismus, nicht wie der eines Säugetieres die Körpertemperatur immer gleichmäßig hoch halten. Je nachdem wie warm das Wasser war und wie warm die Sonne und so die Luft sind, dauert so ein Sonnenbad um die zwei Stunden. Hierbei ist auch Wichtig, dass die Tiere ganz Abtrocknen, so sterben Parasitten, Algen und  Bakterien ab. Auch wird durch das völlige abtrocknen der Wechsel der Panzerschilde gefördert. Und dann ist noch ganz Wichtig, nur mit Hilfe des UVB-Lichtes ist es möglich Vitamin D3 zu bilden und dieses wird ganz dringend, für den Körperaufbau vor allen Knochen und Panzer gebraucht. Denn nur mit Hilfe der Vitamin D3-Synthes kann Kalk in Calcium umgewandelt werden. 

Gartenteich-mit Chrysemys picta bellii

Ist nun aber die Richtige Vorzugstemperatur erreicht, dann geht man ins Wasser auf Nahrungssuche. Chrysemys picta bellii sind Allesfresser, von Schlüpflingen und semiadulten Tieren wird Bevorzugt tierische Nahrung gefressen. Vor allen älteren Adulte Tiere fressen Bevorzugt auch pflanzliche Nahrung. Grundsätzlich wird aber in jedem Alter sowohl tierische wie pflanzliche Nahrung genommen. Bei tierischer Nahrung, wird sowohl lebendes Futter gefressen, sowie auch gerne mal Aas. Haben die Tiere genug gefressen, dann geht es in der Regel wieder zum Sonnen, zum Aufwärmen. 

Nur mit der Vorzugtemperatur kann auch richtig Verdaut werden. Ab 18 Grad fressen und vertrauen die Tiere, aber mit ca. 30 Grad geht dies am optimalsten. So kann sich das Sonnen und die Futteraufnahme, im Laufe eines Tages auch wiederholen. Ein Reptilienmagen funktioniert aber ganz anders als der eines Säugetieres.

Reptilien verringern in Ruheperioden und vor allen bei einem kühleren Organismus/Körper, die Herzschläge. So wird dann auch wesentlich weniger an Energie, sprich Nahrung gebraucht. Rechnet man die inaktive Jahreszeit mit, dann verbraucht eine Wasserschildkröte, aus Nordamerika nur etwa ein Zehntel an Energie, eines Säugetieres, im gleichen Gebiet. über das ganze Jahr gesehen. Aus diesem Grund, müssen Reptilien auch nicht täglich Futter haben.

 

Gartenteich mit Chrysemys picta bellii

Gleich im Frühjahr mit den ersten warmen Tagen, aber immer noch im kalten Wasser, kommt es zu Paarungen. Meist lässt ein Weibchen im Jahr nur eine Paarung zu, aber hier macht gerade die Zierschildkröte ganz gerne einmal  eine Ausnahme. So kommt es Vereinzelt auch im Sommer und Herbst zu Paarungen. Das Sperma wird vom Weibchen gespeichert, vermutet wird in Darmfalten/Taschen, aber gesicherte Wissenschaftliche Erkenntnisse hierzu gibt es nicht. So wie nun das Weibchen Eier ausbildet, so findet das Sperma auch nach und nach Verwendung. Meist reicht es für ein Jahr und länger.

Ende Mai Anfang Juni kommt es  zu den ersten Gelegen, gern nach einem warmen Regen und in den frühen Morgenstunden. Hierzu suchen die Weibchen schon Tage vorher nach geeigneten Sand, Kies oder auch Erdbänken.

Oft in der Nähe des Ufers, aber auch manchmal etwas weiter weg. Geeignete Plätze werden, dann oft von vielen Weibchen zur Eiablage genutzt. Meist laufen die Weibchen auch etwas Unruhig ein zwei Tage vorher umher. Mit den Hinterbeinen wird die Eigrube ausgehoben. Die Eier werden abgesetzt und mit Hinter und Vorderbeinen wird die Grubewieder verschlossen.

Zum Schluss rutscht das Weibchen mit dem Bauchpanzer darüber, dass ja auch alles wie Vorher aussieht, kein Fressfeind soll etwas ausmachen können. Fressfeinde wären vor allem Waschbär, Fuchs, Raben, Elstern usw. So werden in der Regel zwei bis drei Gelege in freier Wildbahn, pro Jahr abgesetzt. In nördlicheren Verbreitungsgebieten, mit langen kalten Wintern, kommt es meist aber nur zu einem Gelege im Jahr. 

Die Weibchen gehen zurück ins Gewässer und  nun sind Eier und vor allen dann die Schlüpflinge, auf sich alleine angewiesen. Nach zwei bis vier Monaten Schlüpfen die kleinen Schildkröten, immer eine Frage der Luft und Erdtemperatur.

Der Scheitelpunkt ob es Männchen oder Weibchen werden liegt auch hier bei etwa 28 °C, nur bei  den Temperaturschwankungen, in freier Natur, ist dies nicht Voraussagbar. Bei späten Gelegen oder auch bei frühen Wintereinbrüchen, bleiben die Schlüpflinge bis zum Frühjahr in der Nistgrube und kommen dann erst, an den ersten warmen Tagen aus der Erde.

Gleich nach dem Verlassen der Eigrube laufen die Schlüpflinge direkt zum Gewässer. Hier wird nun die Flachwasserzone, mit möglichst viel Pflanzenwuchs aufgesucht.

Zwischen den Wasserpflanzen finden die Schlüpflinge Schutz vor Fressfeinden und auch reichlich an Nahrung. Gefressen wird alles, was es an Kleinstlebewesen zu fangen ist. Aber gerade Zierschildkröten  fressen als Schlüpflinge auch schon mal pflanzliche Nahrung (z.B. gerne Algen), aber nur wenig. Auch Sonnenbäder werden hier  zwischen den Pflanzen genommen, so wird auch der noch weiche Panzer, immer Fester und Härter.

Gartenteich im Winter

So verbringen die Schlüpflinge die ersten Monate ihres Lebens, immer darauf Bedacht viel zu fressen, um so auch schnell zu wachsen. Aber auch für sie beginnt mit Herbst und Winter die inaktive Jahreszeit.

Die adulten Tiere, verbringen so wie geschildert, den Rest der aktiven Jahreszeit, bis auch für sie die inaktive Jahreszeit beginnt. Werden die Tage kürzer und kälter, dann wird weniger bis überhaupt nicht mehr gefressen. Nun im kalten Wasser wird der tiefere  Gewässerboden aufgesucht, um sich im Schlamm einzugraben. Hier wird der Winter, die inaktive Jahreszeit verbracht. Es gibt aber auch Tiere, die Verbringen die Winterruhe, in Höhlen von Bisamratten oder Bibern, am Ufer.

Kommen im zeitigen Frühjahr Tage mit viel Sonne,  es ist aber noch frostig, dann kann man Chrysemys picta, die Zierschildkröten auch schon mal dabei beobachten, wie sie unterm Eis Schwimmen. Auch Versammeln sie sich schon mal am Boden, des Gewässers und genießen Licht und Sonne, bei kristallklaren Wasser.  Wie diese Tiere die so über Wochen/Monate unter Wasser, sind ihren Sauerstoffbedarf regeln ist nicht Erforscht. Vermutet wird über die Analblase, aus dem dort her in befindlichem Wasser. Bei einer solch herabgesetzten Aktivität reicht das wohl aus. Es wird weiter davon Ausgegangen, dass bei einer ganz tiefen Starre das Herz nur noch fünf Mal in zwei Minuten schlägt. Bei ganz strengen Wintern gerade im Norden, bis hin nach Kanada, kann eine solch inaktive Jahreszeit auch schon mal bis zu sieben Monate andauern. Die Regel sind aber drei bis fünf Monate.

Egal wie lang der Winter, es kommt immer wieder, wie schon Beschrieben die aktive Jahreszeit, mit den ersten warmen Tagen im Frühjahr.

Chrysemys picta bellii

Meine Erfahrungen, mit Chrysemys picta bellii.

Da es von Chrysemys picta bellii immer wieder Tiere in Tierheimen und Auffangstationen gibt, hatte ich mir Überlegt meine Zuchtgruppe aus solchen Aufzubauen. Also ging ich auf die Suche und wurde auch Fündig.

Es stellte sich aber im Laufe der Jahre heraus, dass die Tiere alle irgendwie Geschädigt waren und sich zur Zucht nicht eigneten. Entweder waren Sie sehr aggressiv oder es war genau das Gegenteil der Fall. So hatte ich ein Weibchen, welches sofort aus dem Teich kam, sobald man den Garten betrat. Immer Neugierig um genau zu schauen was passiert. Selbst meiner Frau musste sie beim Wäscheaufhängen zu schauen. Und das alles immer ganz Aufgeregt, hin und her Laufend.

So habe ich 2011 beschlossen meine Zuchtgruppe, wie bei allen anderen Arten aus Nachzuchten/Schlüpflingen aufzubauen. Dies würde ich auch jedem Raten, egal welche Art er Züchten möchte. Es ist nicht nur der sicherste Weg, sondern auch der Interessandere.

 

Dazu kommt, egal ob Abgabetiere oder adulte Tiere aus dem Bestand von Schildkrötenhaltern/Züchtern oft sind gerade diese Tiere krank. Meist mit Nektrosen (Panzerschäden). Aber auch mit Wunden oder Parasitten versehen. Also erst mal zum Tierarzt damit und das kann Teuer werden.

Ich Übernehme keine adulten Tiere von mir nicht Bekannten Schildkrötenhaltern mehr.

Warum: Gesunde, für die Zucht gut geeignete Tiere gibt keiner ab.  Immer nur die mit denen er selbst Probleme hat.

Dieser Bericht ist noch in Arbeit bitte Schauen sie bei www.geiwa.de  Tierlexicon

 

Liebe Schildkrötenfreunde

Dieses Buch,von Andreas S.Hennig,ist für Alle die sich für Chrysemys picta (alle vier Unterarten) interessieren,ganz Einfach ein Muss.

Es ist das einzige Buch welches sich in deutscher Sprache,Eingehend und Umfassend mit den Zierschildkröten befasst.

Andres hat selbst viel Erfahrung mit allen vier Chrysemys-Arten und er hat die Erfahrungen anderer Züchter von Chrysemys mit einfließen lassen.

Erschienen ist es im Natur und Tier-Verlag.