Chrysemys picta marginata

Chrysemys picta marginata-Männchen,semiadult

Zolling,der 12.August 2013 (letztmals Überarbeitet)

Einleitung

Hier haben wir die am meisten in Deutschland und den EU-Staaten gesuchte Zierschildkröte. Warum diese Unterart vor 2003,noch vor dem Verbot der Einfuhr in die EU,so wenig aus Amerika importiert wurde,das ist mir bis Heute nicht erklärlich. Chrysemys picta marginata ist eine sehr attraktive Wasserschildkröte und sie ist auch für den Gartenteich geeignet (siehe hier auch bei www.schildkrötenteiche.de). Vorausgesetzt der Teich ist artgerecht für Wasserschildkröten angelegt und er liegt den vollen Tag in der Sonne.

Vor dem Verbot der Einfuhr in die EU waren Zierschildkröten eine Massenware,vor allen die Südliche-Zierschildkröte "Chrysemys picta dorsalis". Noch Heute werden sie zu Millionen auf Amerikanischen Schildkrötenfarmen gezüchtet. Nur werden diese Züchtungen heute fast ausschliesslich nach Asien (China) verkauft. Hier werden diese Schlüpflinge in Gewässern ausgesetzt,sie werden sich selbst überlassen bis sie Ausgewachsen sind und dann werden sie zu einem Lebensmittel. Nur selten werden diese Tiere als Mitbewohner,aus Freude an den Tieren,gehalten.

Chrysemys picta marginata-Männchen,semiadult

In den letzten Jahren, ist man in Asien dazu Übergegangen, selbst Schildkrötenfarmen aufzubauen und den Bedarf selbst zu Züchten. Wir sollten dies nicht zu Kritisch sehen,für einen Asiaten ist es eine Ehre,eine Delikatesse ein Wildtier zu verspeisen. Asiaten essen auch lieber Wildtierfleisch,als solches aus Tiermässtereien.

Alles eine Frage der Gewohnheit und der Kultur. Verwerflich ist nur,dass Tierarten in Asien,aus diesem Grund vor dem Aussterben stehen. Natürlich kommt hier auch der Hunger hinzu. Aber Bedenken wir auch, zu Zeiten des Hungers nach dem zweiten Weltkrieg,gab es in Deutschland kaum noch Wildenten oder gar einen Schwan usw..

Auf jedenfall ist Chrysemys picta marginata eine sehr schöne Wsserschildkrötenart. Sie ist auch für den Neueinsteiger geeignet,wenn man sie Bekommen könnte.

Chrysemys picta marginata-Schlüpfling

Erscheinungsbild

Auch für Chrysemys picta marginata gilt,sie variiert in ihrem Erscheinungsbild sehr,genau wie die drei anderen Arten.

Der Rückenpanzer (Carapax) ist in der Regel richtig schön Moosgrün,vor allen wenn sie viel natürliches UV-Licht abbekommen (Gartenteich,Gewächshaus,Wintergarten). Es gibt aber auch Tiere da ist der Carapax sehr dunkel bis hin zu schwarz. Meist ist auf den Panzerschilden,keine Zeichnung zu sehen,bis auf die Jahresringe. Hin und wieder gibt es aber schon kleine,helle,

unregelmässige Krinkel zu sehen. Der Bauchpanzer (Plastron) ist von Elfenbeingelb mit orange darin,bis hin zu leuchtend rot. Die Eltern meiner Tiere kommen aus Ontario/Kanada und haben ein leuchtendes orangerotes Plastron. An der Mittellinie entlang ist eine Zeichnung,auch hier gilt, mal ist diese kleiner mal grösser.

Die Weichteile (Kopf,Hals,Beine und Schwanz) sind wie bei allen vier Unterarten dunkel. Ja bis hin zu schwarz-antrazitschwarz-matt. An Kopf und Hals sind dünnere und dickere Linien. Um die Augen herum sind meist zwei oder drei dickere. Auch kommt es vor,dass hinter den Augen,je ein unregelmäßiger Punkt ist. Diese Zeichnungen sind hell-Elfenbeingelb,aber zu den Schilden hin,werden sie fast immer rot. Genau das gleiche gilt für die Beine und den Schwanz. Hier sind diese Zeichnungen oft auch klein Gepunktet.

Chrysemys picta marginata-Schlüpflinge

Wie schon Erwähnt auch Chrysemys picta marginata variiert sehr,so gibt es Tiere mit recht wenig Farbe und wieder richtig Bunte.

Männchen können bis zu 14 cm Gross werden,Weibchen bis 20 cm. Immer der Rückenpanzer gerade gemessen. Der Panzer des Weibchens wird in der Regel fast doppelt so Hoch als der des Männchens. Da die Männchen auch noch ein Stück kleiner bleiben,werden sie auch meist nicht einmal halb so schwer ,als die Weibchen.

Beim Männchen wird der Schwanz nach zwei bis drei Jahren etwas dicker,mit der Geschlechtsreife. Hierin ist das Geschlechtsteil Untergebracht. Die Kloagenspalte befindet sich dann mit der Geschlechtsreife,gerade lang ausgezogen,etwa 1,5 cm. hinter den Randschilden. Beim Weibchen schliesst sie mit den Randschilden ab. Die Krallen des Männchens an den Vorderbeinen werden mit der Geschlechtsreife und dem zunehmenden Alter immer länger.

Bei artgerechter Haltung werden Zierschildkröten um die vierzig Jahre alt. In freier Natur werden sie nicht ganz so Alt. Hier ist meist zufiel Stress und auch gibt es dort keinen Reptilienkundigen-Tierarzt.

Chrysemys picta marginata-Männchen,semiadult

Systematik

Unterklasse: Anapisda

Ordnung: Testudines

Unterordnung: Cryptodira (Halsberger)

Familie: Emydidae (Neuweltliche-Zierschildkröten)

Unterfamilie: Widersprochene

Gattung: Chrysemys (Zierschildkröten)

Art: Chrysemys picta (Zierschildkröten)

Unterart: Chrysemys picta picta (Östliche-Zierschildkröte)

Erstbeschreibung: Agassiz 1857

Jean Louis Rudolphe Agassiz

Jean Louis Rodolphe Agassiz

Wurde am 28.Mai 1807 in Haut-Vully im Kanton, Freiburg in der Schweiz geboren.

Gestorben ist er 1873 in Cambridge, Massachusetts, in den USA.

Jean Louis Rudolphe Agassiz war einer der ersten international renommierten US- Wissenschaftler.

Alles Weiter bei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Agassiz

 

Chrysemys picta marginata-Männchen,semiadult

Verbreitung

Das Natürliche Verbreitungsgebiet von Chrysemys picta marginata geht von Tennessee bis Illinois,weiter kommt sie in New York und New Hampshire vor und im südlichen Kanada.

Chrysemys picta marginata-Schlüpflinge

 

Schutzstatus

Chrysemys picta,die Zierschildkröten,alle vier Unterarten wurden 2003 von der EU auf "Anhang B der EG-VO 338/97" gestellt. Vor allem heisst dies,dass keine Zierschildkröten mehr in die Mitgliedsstaaten der EU eingeführt werden dürfen. Nur Nachzuchten aus den EU-Ländern dürfen noch gehandelt werden und diese sind Meldepflichtig.

Das Gesetz ist für alle gleich und es ist Eindeutig. Trotzdem bleibt die Auslegung von Gesetzen immer unterschiedlich,dass ist in den EU-Staaten oder bei unseren Bundesländern leider so.

Warum werden Chrysemys picta,nun in der EU Geschützt,obwohl sie in ihrer Heimat nicht als gefährdet gelten? Sie leben in Nordamerika auf den gleichen Breitengraden wie wir sie hier in Mitteleuropa und Nordafrika haben und so finden sie ähnliche Bedingungen vor.

Vor allen in den achtziger und neunziger Jahren,des vergangenen Jahrhunderts wurden sie in grossen Massen,in Europa eingeführt. Ermöglicht wurde dies durch immer mehr und grössere Schildkrötenfarmen in Amerika. Auch wurden viele Tiere der Natur entnommen und die Sammler bekamen ein paar Cent pro Stück,bei den Sammelstationen. Alles nur um Geschäfte zu machen,mit falsch verstandener Tierliebe. So waren die Tiere sehr Preiswert,ja Billig und sie wurden zur Massenware. (Leider) Sie wurden,da die kleinen nur wenige Wochen alten Schlüpflinge,ja so niedlich waren,Spontan gekauft. Es fehlte den meisten Käufern das nötige Wissen über Zierschildkröten. Zudem waren es meist Weibchen und so mussten die Spontankäufer erleben,wie die Tiere immer Grösser wurden. Ein Sonderangebots Aquarium (sechzig Zentimeter) wurde zu klein. Für ein artgerechtes Aquaterrarium wollte man das Geld nicht ausgeben oder man hatte es einfach nicht. Meist war das Interesse an den Tieren auch nicht mehr Vorhanden.

Chrysemys picta marginata-Schlüpflinge,mit einem bellii Tatsch

Tierheime und Auffangstationen quollen über vor abgegebenen Tieren,da sie auch nur selten weiter Vermittelt werden konnten. Der Markt für Adulte Schmuckschildkröten war Übersättigt. Es konnten keine Tiere mehr aufgenommen werden,aber Trotz alledem wurden weiter Schlüpflinge verkauft. Gerade die Hauptverschuldner an dieser Misserie,die Tierhandlungen nahmen aber nur selten Tiere zurück.

Es muss aber auch noch gesagt werden,viele viele der importierten Schlüpflinge,verstarben oft schon in den ersten Wochen. Der Stress für die Tier,schon beim meist viel zu langen Transport,falsches Futter,die ganze Unwissenheit und das oft schnelle Unintresse an den Tieren,waren meist die Gründe.

Was macht man aber nun mit einer Adulten Wasserschildkröte die keiner mehr haben möchte und selbst will man sie auch los werden? Sie wird heimlich in irgend ein Gewässer Ausgesetzt.

Wie Erwähnt,bei uns ist in etwa das Klima das Gleiche wie in der Heimat der Tiere. Sie können meist Überleben,nur Vermehren können sie sich hier in Deutschland nicht,es sei denn wir haben einen Sommer wie 2003.Aber in den südlichen Ländern,wo auch Europäschische- Landschildkröten einheimisch sind,können sie dies schon. Nun sind Wasserschildkröten aber Allesfresser und wo es genügend davon gibt, bleibt von der natürlichen Fauna nichts mehr. Viele natürliche Feinde gibt es in Europa auch nicht,es sei denn der auch nicht Heimische Nordamerikanisch Waschbär vermehrt sich weiter so rasend schnell. Wäre aber auch keine gute Lösung.

Chrysemys picta marginata-Schlüpfling

Also wurde von Besorgten Mitbürgern ein Einfuhrverbot bei der EU beantragt und diesem wurde Entsprochen. Was auch nur Richtig ist.

Nur mit dieser Art der falsch verstandenen Tierliebe, gibt man auch den extremen Tierschützern,

viele positive Gründe für ein Verbot der Wildtierhaltung und sei sie noch so Artgerecht. Diese Gründe werden gerne von den Medien aufgenommen und mit dummen Titeln veröffentlicht. Immer ohne sich auch nur im geringsten zuvor richtig zu Informieren.

Gerade durch die artgerechte Haltung und Pflege von Wildtieren erfahren wir viel über ihre Lebensweise. So kann man mit diesen gewonnenen Erkenntnissen zur Arterhaltung beitragen.

Eine Studie über Wasserschildkröten!

Laut Dr. Peter Paul van Dijk,Direktor des International Tortoise Conservation Programmes (stand 2010),ist mehr wie ein Drittel der weltweit rund 280 Sumpfschildkrötenarten inzwischen vom Aussterben bedroht.

Neben den Habitatverlusten,ist der Fang der Schildkröten für kulinarische Zwecke und für den Tierhandel die wesentliche Ursache für die Gefährdung. Verschlimmert wird die Situation noch ,dass viele Schildkröten gefangen werden bevor sie sich auch nur einmal erfolgreich fortpflanzen können.

Gartenteich beim Reinigen,im Herbst

Lebensraum und Lebensweise

Im Gegensatz zu Graptemys,die ja in Flüssen/Flusssystemen mit guter Strömung zu Hause sind,lebt Chrysemys picta in ruhigen Gewässern,wie Teichen,Tümpeln,kleinen Seen,

Drainagegräben,grösseren Viehtränken und auch mal in kleineren Bächen. Bevorzugte Gewässer sind solche mit Flachwasser (mit viel Pflanzenwuchs),aber auch tieferen Wasser mit möglichst Schlamm am Boden. Sonnenplätze müssen vorhanden sein,möglichst aus ins Wasser gefallenen Baumstämmen. Aber auch aus dem Wasser ragende Steine werden gerne angenommen. Oft Begnügen sie sich auch mit ins Wasser geworfenen Wohlstandsmüll,wie Kunststoffteile oder gar Autowracks. Wichtig ist für sie aber immer ,dass sie vom Sonnenplatz bei Gefahr direkt zum Schutz, ins Wasser Springen können.

Auch für Chrysemys picta gilt wie für alle Wildtiere!

---finde ich immer genügend Futter.

---kann ich mich vor Feinden schützen.

---habe ich die Möglichkeit meine Art zu erhalten.

Nur diese drei Dinge sind für Wildtiere wichtig. Sind diese drei Dinge nun gegeben,dann bleibt eine Chrysemys picta auch Standorttreu.

Welche Gründe gibt es aber nun Trotzdem,den Standort zu wechseln?

---die Gruppe wird ist zu Gross,es fehlt an Futter,es kommt zu Aggressionen/Beisserreien,dann verlässt ein Teil der Tiere den Standort. So kommt es zur Verbreitung,einer Art in immer neue Gebiete.

---fehlt es an Futter,trocknet das vorhandene Gewässer aus,dann wird auch schon mal ein anders Gewässer aufgesucht.

---Männchen gehen auf die suche nach Paarungswilligen Weibchen. Auch hier bei wird öfters mal der Standort gewechselt. Nur so kommt es auch zu Blutauffrischungen bei einer Art.

Garenteich-Reinigung,im Herbst

In den natürlichen Verbreitungsgebieten,von Chrysemys picta,gibt es genau wie bei uns in Europa,Klimatisch bedingte unterschiedliche Jahreszeiten,mit Sommer und Winter,Frühling und Herbst. Also eine aktive und eine inaktive Jahreszeit,mit Frühjahr und Herbst den Übergangszeiten.

Wie schaut nun ein Tagesablauf,in der aktiven Jahreszeit für, eine Zierschildkröte aus?

Früh Morgens mit den ersten warmen Sonnenstrahlen,kommen die Tiere aus ihren nächtlichen Verstecken. Nun wird sich beim Sonnenbaden aufgewärmt. Schildkröten sind Wechselwarmblütler,so kann ihr Organismus,nicht wie der eines Säugetieres die Körpertemperatur immer gleichmässig hoch halten. Je nachdem wie warm das Wasser war und wie warm die Sonne und so die Luft ist,dauert so ein Sonnenbad um die zwei Stunden. Hierbei ist auch Wichtig,dass die Tiere ganz Abtrocknen,so sterben Parasitten und Bakterien ab. Auch wird durch das völlige abtrocknen der Wechsel der Panzerschilden gefördert. Und dann ist noch ganz Wichtig,nur mit Hilfe des UVB-Lichtes ist es möglich Vitamin D3 zu bilden und dieses wird ganz dringend,für den Körperaufbau,die Gesundheit der Tiere gebraucht.

Ist nun aber die Richtige Vorzugstemperatur erreicht,dann geht man ins Wasser auf Nahrungssuche. Chrysemys picta sind Allesfresser,von Schlüpflingen und semiadulten Tieren wird Bevorzugt tierische Nahrung gefressen. Vor allen ältere Adulte Tiere fressen Bevorzugt auch pflanzliche Nahrung. Grundsätzlich wird aber in jedem Alter sowohl tierische wie pflanzliche Nahrung gefressen. Bei tierischer Nahrung,wird sowohl lebendes Futter gefressen,sowie auch gerne mal Aas. Haben die Tiere genug gefressen,dann geht es in der Regel wieder zum Sonnen,zum Aufwärmen. Nur mit einer Vorzugtemperatur kann auch richtig Verdaut werden. Ab 18 Grad fressen und vertauen die Tiere,aber mit ca. 30 Grad geht dies am optimalsten. So kann sich das Sonnen und die Futteraufnahme,im laufe eines Tages auch wiederholen. Ein Reptilienmagen funktioniert aber ganz anders als der eines Säugetieres. Reptilien verringern in Ruheperioden und vor allen bei einem kühleren Organismus/Körper,die Herzschläge. So wird dann auch wesentlich weniger an Energie,sprich Nahrung gebraucht. Rechnet man die inaktive Jahreszeit mit,dann verbraucht eine Wasserschildkröte,aus Nordamerika nur etwa ein Zehntel an Energie,eines Säugetieres ,im gleichen Gebiet. Aus diesem Grund,müssen Reptilien auch nicht täglich Futter haben.

Gartenteich-Reinigung,im Herbst

Gleich im Frühjahr mit den ersten warmen Tagen,aber immer noch im kalten Wasser,kommt es zu Paarungen. Meist lässt ein Weibchen im Jahr nur eine Paarung zu,aber hier macht gerade die Zierschildkröte ganz gerne einmal eine Ausnahme. So kommt es Vereinzelt auch im Sommer und Herbst zu Paarungen. Das Sperma wird vom Weibchen gespeichert,vermutet wird in Darmfalten,

aber gesicherte Wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es nicht. So wie nun das Weibchen Eier ausbildet,so findet das Sperma auch nach und nach Verwendung. Meist reicht es für ein Jahr und länger.

Meist ende Mai anfang Juni kommt es dann zu den ersten Gelegen,gern nach einem warmen Regen und in den frühen Morgenstunden. Hierzu suchen die Weibchen schon Tage vorher nach geeigneten Sand,Kies oder auch Erdbänken. Oft in der nähe des Ufers,aber auch manchmal etwas weiter weg..Geeignete Plätze werden,dann oft von vielen Weibchen zur Eiablage genutzt. Meist laufen die Weibchen auch etwas Unruhig ein zwei Tage vorher umher. Mit den Hinterbeinen wird die Eigrube ausgehoben. Die Eier werden abgesetzt und mit Hinter und Vorderbeinen wird die Grube wieder verschlossen. Zum Schluss rutscht das Weibchen mit dem Bauchpanzer darüber,dass ja auch alles wie Vorher aussieht,kein Fressfeind soll etwas ausmachen können. Fressfeinde wären vor allem Waschbär,Fuchs,Raben,Elstern usw. So werden in der Regel zwei bis drei Gelege in freier Wildbahn,pro Jahr abgesetzt. In nördlicheren Verbreitungsgebieten,mit langen kalten Wintern,kommt es meist aber nur zu einem Gelege im Jahr.

Gartenteich im Winter

Die Weibchen gehen zurück ins Gewässer und nun sind Eier und vor allen dann die Schlüpflinge,

auf sich alleine angewiesen. Nach zwei bis vier Monaten Schlüpfen die kleinen Schildkröten,immer eine Frage der Luft und Erdtemperatur. Der Scheitelpunkt ob es Männchen oder Weibchen werden liegt auch hier bei etwa 28 Grad,nur bei den Temperaturschwankungen,in freier Natur,ist dies nicht Voraussagbar. Bei späten Gelegen oder auch bei frühen Wintereinbrüchen,bleiben die Schlüpflinge bis zum Frühjahr in der Nistgrube und kommen dann erst,an den ersten warmen Tagen aus der Erde.

Gleich nach dem Verlassen der Eigrube laufen die Schlüpflinge direkt zum Gewässer. Hier wird nun die Flachwasserzone,mit möglichst viel Pflanzenwuchs aufgesucht. Zwischen den Wasserpflanzen finden die Schlüpflinge Schutz vor Fressfeinden und auch reichlich an Nahrung. Gefressen wird alles,was es an Kleinstlebewesen zu fangen ist. Aber gerade Zierschildkröten fressen als Schlüpflinge auch schon mal pflanzliche Nahrung,aber nur wenig. Auch Sonnenbäder werden hier zwischen den Pflanzen genommen,so wird auch der noch weiche Panzer, immer Fester und Härter.

So verbringen die Schlüpflinge die ersten Monate ihres Lebens,immer darauf Bedacht viel zu fressen,um so auch schnell zu wachsen. Aber auch für sie beginnt mit Herbst und Winter die inaktive Jahreszeit.

Garteinteich im Winter

Auch die adulten Tiere,verbringen so wie geschilltert, den Rest der aktiven Jahreszeit,bis auch für sie die inaktive Jahreszeit beginnt. Werden die Tage kürzer und kälter,dann wird weniger bis überhaupt nicht mehr gefressen. Nun im kalten Wasser wird der tiefere Gewässerboden aufgesucht,um sich im Schlamm einzugraben. Hier wird dann der Winter,die inaktive Jahreszeit verbracht. Es gibt aber auch Tiere, die Verbringen die Winterruhe, in Höhlen von Bisamratten oder Bibern, am Ufer.

Kommen im zeitigen Frühjahr Tage mit viel Sonne,es ist aber noch frostig,dann kann man Chrysemys picta,die Zierschildkröten auch schon mal dabei Beobachten,wie sie unterm Eis Schwimmen. Auch Versammeln sie sich schon mal am Boden,des Gewässers und genießen Licht und Sonne. Wie diese Tiere die so über Wochen/Monate unter Wasser, sind ihren Sauerstoffbedarf regeln ist nicht Erforscht. Vermutet wird über die Analblase,aus dem Wasser. Bei einer solch herabgesetzten Aktivität reicht das wohl aus. Es wird weiter davon Ausgegangen,das bei einer ganz tiefen Starre das Herz nur noch fünf mal in zwei Minuten schlägt. Bei ganz strengen Wintern gerade im Norden,bis hin nach Kanada, kann eine solch inaktive Jahreszeit auch schon mal bis zu sieben Monate andauern. Die Regel sind aber drei bis fünf Monate normal.

Egal wie lang der Winter,es kommt immer wieder, wie schon Beschrieben die aktive Jahreszeit.

 

Meine Erfahrungen,mit Chrysemys picta marginata.

Liebe Schildkrötenfreunde

Dieses Buch,von Andreas S.Hennig,ist für Alle die sich für Chrysemys picta (alle vier Unterarten) interessieren,ganz Einfach ein Muss.

Es ist das einzige Buch welches sich in deutscher Sprache,Eingehend und Umfassend mit den Zierschildkröten befasst.

Andres hat selbst viel Erfahrung mit allen vier Chrysemys-Arten und er hat die Erfahrungen anderer Züchter von Chrysemys mit einfließen lassen.

Erschienen ist es im Natur und Tier-Verlag.