Gartenteich

Zolling, der 27.Mai 2013

Der Schildkrötenteich.

Vorwort

Gleich vorweg ich selbst bin kein Freund von einer ganzjährigen Haltung von Sumpfschildkröten/Wasserschildkröten im Gartenteich.

Die einzige Sumpfschildkröte die es im Laufe von Jahrmillionen geschafft hat in Mitteleuropa heimisch zu werden ist Emys orbicularis, die Europäische Sumpfschildkröte. Dies sagt und zeigt uns dass es für Schildkröten in unserem Klima nicht leicht ist. Wenn überhaupt, dann geht dies nur in ganz warmen Gegenden wie zum Beispiel in Weinbaugebieten. Hier und Überhaupt muss der Teich immer in der vollen Sonne über den ganzen Tag hinaus liegen. Bäume, Sträucher, Hecken oder Gebäude dürfen den Teich, wenn nur ganz kurze Zeit Beschatten.

Schildkröten sind sehr Leidensfähig und nicht sehr Schmerzempfindlich und so Bemerkt man es oft zu spät, ob sie geschwächt oder gar Krank sind. Auch bekommt man es oft nicht gleich mit, wenn sie nicht oder fast nicht mehr richtig fressen.

Hier bei uns in Deutschland ist ganz einfach das Klima, gerade in den Übergangszeiten Frühjahr/Herbst zu unbeständig, für eine Haltung über das ganze Jahr im Gartenteich. Sollte der Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten dafür sorgen, dass wir nur noch Sommer wie 2003 haben werden, dann wird es auch in Deutschland möglich sein Schildkröten gerade aus den Bundesstaaten Nordamerikas, bei uns ganzjährig im Teich zu Halten.

 

Nun aber zu den Einzelheiten.

Schildkröten als Wechselwarmblüter werden bei niedrigen Temperaturen sehr Steif und Klamm. Im Winter graben sie sich meist am Boden eines Gewässers, im Schlamm ein. Oder sie liegen im Schutz von Steinen, Hölzern oder Wurzeln am Boden. Hier halten sie nun in einer tiefen Starre ihre Winterruhe. Um hier so wenig wie möglich Auftrieb im Wasser zu bekommen, wird die Luft aus der Schwimmblase abgelassen. Kommen im Frühjahr die ersten warmen Sonnentage, dann werden die Schildkröten aktiv. Sie wollen sich Sonnen und dabei Aufwärmen. Ob im Wasser an der Wasseroberfläche schwebend, oder auf einem ins Wasser gefallenen Baumstamm. Auf jedenfall müssen sie vom Grund des Gewässers an die Oberfläche hierfür. Die Tiere sind Klamm und Steif und in der Schwimmblase ist keine Luft. So haben sie keinen Auftrieb und können nicht einfach nach Oben an die Wasseroberfläche schwimmen. Das Eigengewicht hierfür ist zu groß, gerade bei Weibchen mit ihren höheren und größeren Körperbau. Aber auch die kleineren und leichteren Männchen schaffen es meist nicht.

 

Hier ist es nun ganz Wichtig, dass die Uferzonen ganz Flach auslaufend sind. So kann die Schildkröten laufend, auch hangelnd die Uferzone das Flachwasser erreichen. Hier können sie sich nun den Kopf aus dem Wasser die Schwimmblase mit Luft füllen. Meine eigenen Beobachtungen haben mir gezeigt, dass diese Phase des Luftholens bis zu 15 Minuten dauern kann. Haben sie nun etwas Geruht und die Schwimmblase mit Luft gefüllt und auch die Analblase richtig mit Wasser gefüllt, dann können sie auch im kalten Wasser mit niedriger Körpertemperatur gut schwimmen. Übrigens ich habe diese Beobachtungen nicht am Teich gemacht, sondern bei meinen Tieren im Aquaterrarium, als ich die Schildkröten aus der Winterstarre genommen habe.

Im Teich bei unseren unregelmäßigen Wetter kann sich so etwas im Jan. Feb., April und auch noch im Mai mehrmals wiederholen. Wir haben ein paar warme Tage mit Sonnenschein und dann wird es wieder kalt ohne Sonne und Teils auch sehr Schmuddelig. Sodas die Tiere wieder am Boden in ihrer starre verharren. Übrigens bei einer Körpertemperatur von 4 bis 6 °C und so bei einer tiefen Starre schlägt das Herz nur noch drei bis vier Mal in der Minute. So wird dann auch fast keine Energie mehr gebraucht. Ein Grund dafür, dass die Schildkröten während der Winterstarre kaum an Gewicht verlieren.

 

Nun aber wieder zum Teich. Es nützt nichts, wenn nur ein kleiner Teil der Uferzonen flach auslaufend ist. Meist laufen die Schildkröten in eine Richtung und versuchen so das Flachwasser zu erreichen. Ist nun hier das Ufer Steilwandig, dann Probieren sie es oft so lange bis ihnen die Kraft und der Sauerstoff aus geht und sie ertrinken. Ich habe es selbst schon oft Erlebt, wie Steif und Klamm Schildkröten sein können. Nur laufen und hangeln können sie dann. Sie kommen einfach nicht vom Boden weg.

Also es ist ganz Wichtig, bei einem richtig angelegten Gartenteich, fürWasserschildkröten, dass die Ufer flach auslaufend sind.

Wie Tief muss der Schildkrötenteich sein?

 

Die Mindesttiefe für einen Schildkrötenteich sollte an der tiefsten Stelle schon 140 cm betragen. Dieser tiefste Punkt sollte so um die ein bis zwei Quadratmeter groß sein. Bei großen Teichen darf er aber wesentlich grösser ausfallen. Je nachdem wie groß der Teich ist kann er Mittig oder auch etwas Seitlich liegen. Grundsätzlich kann der Teich wesentlich tiefer sein, wobei die Größe des Teiches immer eine Rolle spielt.

Wir müssen davon ausgehen, dass in einem extrem kalten Winter, die Eisschicht schon mal gut 60 cm stark werden kann. So muss in der Tiefe, am Bodengrund genügend Platz sein um ein Einfrieren der Tiere zu verhindern.

Norbert Schneeweiss (mündliche Mitteilung) hat bei der Naturstation Rinbuch beobachtet, bei Emys orbicularis, dass die Tiere sich je nach Minusgraden und Eisschicht immer tiefer ins Gewässer begeben. Anfang des Winters halten sie sich in Ufernähe unter Wurzeln auf. Umso kälter es wird, umso dicker die Eisschicht, umso mehr ziehen sie sich in den tieferen Bereich zurück. Erstaunlicherweise auch in Wasser das sehr Sauerstoffarm ist. Dies gilt aber nur für Emys orbicularis, von Chrysemys weiß man, dass sie auch im Winter gut Sauerstoff angereichertes Wasser brauchen. Hier gibt es noch einiges wissenschaftlich zu untersuchen, gerade mit dem Sauerstoffhaushalt bei den Wasserschildkröten während der Winterstarre.

 

Struktur des Teiches

Als erstes muss eine Flachwasserzone mit eingeplant werden. Diese kann bis zu einem Drittel der Wasseroberfläche ausmachen. In dieser Flachwasserzone sollte der Wasserstand so um die 20 bis 30 cm betragen. Bei größeren Flachwasserzonen darf es auch mal Teile mit bis zu 50 cm geben. Diese Flachwasserzonen erwärmen sich bei Sonnenschein sehr zügig und so halten sich die Tiere hier gerne auf. Gerade im Frühjahr und im Herbst, aber auch gerne in den frühen Morgenstunden der Sommermonate. Auch ist diese Flachwasserzone gut und übig mit Wasserpflanzen zu bepflanzen. So wachsen dann die unterschiedlichsten Kleinstlebewesen zwischen den Kraut heran und dienen den Tieren als natürliche Nahrungsquelle.

Je nach Teichgröße sollten verschiedene Ebenen geschaffen werden, so dass unterschiedlich hohe Wasserzonen entstehen. Bei ganz großen Teichen darf auch gerne eine kleinere Insel mit eingeplant werden. Ist ein Teich so Strukturiert, entsteht bei einer Sonneneinstrahlung, und so der Erwärmung des Wassers, eine Strömung. So kann sich das Wasser aus den verschiedensten Zonen/Schichten gut vermischen. Dies dient nun auch der Qualität des Wassers in unserem Teich. Auch in natürlichen Teichen und Seen entsteht so eine Vermischung und Verbesserung des Wassers.

 

Die Uferzone

Grundsätzlich gehört ein Schildkrötenteich eingezäunt, um das ausreisen der Tiere zu verhindern. Hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, so bieten sich z.B. Palisaden, Schalbretter, Glas, Steine oder auch andere Materialien an, ganz nach den Neigungen des Einzelnen. Wichtig ist das unsere Schildkröten als gute Kletterer nicht über die Einfassung steigen können. Die Mindesthöhe ist je nach Arten, die in dem Teich gehalten werden sollen Unterschiedlich, aber 65 cm sollten es schon sein.

Wie weit sie nun diese Einfassung vom Teich entfernt anbringen ist je nach Teichgröße und örtlichen Gegebenheiten Ihnen überlassen. Genauso ist es Ihnen überlassen wie Sie diese Uferzone Bepflanzen und Gestalten. Hier gibt es Unbegrenzte Möglichkeiten.

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Bepflanzung

Grundsätzlich gilt hier bei einer Überbesetzung mit Schildkröten, wird jegliches Pflanzenwachstum zerstört. Einmal werden die Pflanzen gefressen, zum andern nehmen Schildkröten keine Rücksicht auf Pflanzen. Die Pflanzen werden ganz einfach zerstört. Je nach Art der Schildkröten (auch Männchen oder Weibchen) ob Groß oder Klein oder ob gute oder weniger gute Pflanzenfresser unterschiedlich stark. Auch sollte man den Wasserpflanzen, bei einer Neuanlage eines Teiches erst einmal die nötige Zeit geben um gut anzuwachsen, bevor man die Wasserschildkröten in den Gartenteich gibt.

Eine Faustregel besagt 3.000 Liter Wasser für eine Schildkröte. Natürlich ist dies etwas Abhängig von der Art, ob Männchen oder Weibchen und von der Größe der Tiere. Aber 3.000 Liter Wasser eine Schildkröte ist schon eine sehr gute Regel. In Österreich schreibt der Gesetzgeber dies so vor.

Ein Tipp: Haben Sie den Teich neu Angelegt und Sie lassen ihn zum ersten Mal voll Wasser laufen, schauen Sie zuvor auf Ihre Wasseruhr. Ist nun der Teich Randvoll, dann können Sie auf der Wasseruhr ersehen wie viel Wasser, der neue Teich genau enthält.

Nun Wie schon gesagt, wie sie die Uferzone Gestalten bleibt allein Ihren Neigungen überlassen. Bei der Bepflanzung im Wasser ist aber Wichtig, dass sie ein oder mehrere Schattenspender mit einbringen. Hier ist am besten die Seerose geeignet. Im Frühjahr sind noch keine Blätter vorhanden und die ersten Sonnenstrahlen können den Teich gut erwärmen. Erst ab Mai bilden sich an der Wasseroberfläche die ersten Blätter um dann bis Juli/August ihre volle Bracht zu entfalten. Genauso wie die Tage immer länger und wärmer werden und der Teich durch die Sonne immer mehr erwärmt würde. Eine überhöhte Wassertemperatur kommt aber durch das von der Natur hervorragend Eingerichtes Seerosenwachstum (Beschattung) nicht zu Stande.

Welche weiteren Wasserpflanzen Sie mit in Ihren Teich pflanzen bleibt auch Ihrem Geschmack überlassen

Bei Wasserlinsen muss man aufpassen dass sie die Wasseroberfläche nicht Vollständig einnehmen, das alles Verkrautet, hier wird dann zu viel Schatten gespendet und das Wasser und die Sonne erwärmen den Teich zu gering. Einfach immer auf die gewünschte Menge ab Keschern.

Bei verschiedenen Gräsern, vor allem Schilf besteht die Gefahr, dass sie mit Ihren unterirdischen Ausläufern (Rhizomen) uns die Folie zerstören. Die Nadelspitzen scharfen Vegetationspunkte (Wurzelspitze) wächst einfach durch die Teichfolie durch. Gerade die Wurzeln von Schilf müssen immer wieder rechtzeitig zurück geschnitten werden.

Welche Pflanzen sie im Außenbereich und im Wasser, in den unterschiedlichen Zonen Pflanzen können und welche Pflanzsubstrate (Erden) am besten geeignet sind entnehmen sie der Speziellen Literatur. Auch werden Sie hier Auskunft und Beratung bei Ihrem Gärtner bekommen.

Genau wie für das Aquaterrarium, so gilt auch für den richtig angelegten Gartenteich, umso grösser umso weniger Arbeit habe ich mit der Instandhaltung/Pflege.

 

Sonnenplätze-Eiablageplätze

Sonnenplätze sollte man mit der Anlehnung an die Natur gestalten. Schildkröten lieben ins Wasser gefallene Bäume als Sonnenplatz. Von hier können Sie bei Gefahr direkt ins Wasser springen und Abtauchen. Also ist es am zweckmäßigsten, auch bei unseren Schildkrötenteich, solche Baumstämme vom Uferbereich aus ins Wasser zu legen. Diese werden sofort und immer gerne von unseren Schildkröten angenommen. Beim Rad fahren oder Wandern schaue ich immer an unseren Flüssen nach geeigneten Treibholz.

Auch kann man eine dickere etwas größere Korkrinde fixiert auf dem Wasser schwimmen lassen. Auch diese wird gerne von den Schildkröten zum Sonnen genutzt. Mit ihren Krallen klettern sie sowohl auf die Baumstämme, als auch die Korkrinde sehr leicht

und geschickt.

An dem Uferbereich, da wo die Sonne gut hin scheint und wo die Schildkröten leicht aus dem Wasser klettern können, kann man einen Erde/Sandhaufen aufschütten. Hat man nun Glück dann wird dieser Haufen als Eiablageplatz genutzt. Meist aber suchen sich die Weibchen ihren eigen Legeplatz und oft da wo man ihn nie vermuten würde. Oft an den unmöglichsten Stellen, so dass man die Gelege auch nicht findet. Dies ist nur eins von vielen Problemen die sich mit der Zucht von Schildkröten im Teich ergeben.

 

Algen

Algen sind immer ein Zeichen von einer guten Wasserqualität. Auch wird es bei einem gut angelegten und gut gehendelten Gartenteich nie zu einem Übermaß von den unterschiedlichsten Algen kommen. Aber Algen gehören auch zu einem Gewässer. Zu viel Algenbildung kommt bei einer Überdüngung des Wassers des Teiches zustande. Hier wird im Handel viel zu viel Dünger angeboten und es wird uns eingeredet, wie wichtig er sei. Ich sage nur allem dummen Zeug, Finger weg von Teichdüngern. Durch die Ausscheidungen die durch unsere Bewohner im Teich kommen, ist eine ausreichende Düngung gegeben. Dazu kommt noch der Dünger, wie zum Beispiel Blütenstaub aus der Luft. Werden die Teichbewohner zu viel gefüttert, kommt zusätzlich noch Dünger ins Wasser.

Oft kommen all diese Punkte zusammen und ist dann noch eine Überbesetzung mit Fischen und Schildkröten gegeben, dann habe ich eine grüne Algenbrühe, an statt eines gesunden Teichwassers.

Übrigens unseren Schildkröten macht solch eine Algenbrühe nichts aus. Eher schon den Fischen, denen der Sauerstoff im Wasser zu gering wird.

 

Technik

Selbst bin ich kein Freund von jeglicher Technik am und im Gartenteich. Ich selbst liebe den Naturbelassenen, sich selbst weitgehend regulierenden Gartenteich. Also ein kleines Biotop im Garten, auch nur diese Art des Teiches ist für die artgerechte Haltung von Wasserschildkröten zu Empfehlen. Wenn man Sich an dies Hält so wie ich es hier in diesem Bericht beschreibe so ist dies auch gut möglich.

Was ich Befürworte ist ein Bachlauf zum Teich. Diesen kann man auch gut der Natur nachempfinden. Einen Nachteil hat er aber, die Pumpe steht in der Regel am tiefsten Punkt des Teiches So wird immer das untere kalte Wasser an den Anfang des Wasserlaufs gepumpt und hier wird nun in die natürliche Erwärmung des Wassers im Teich eingegriffen, in die unterschiedlich warmen Wasserzonen. Viele Insekten und Fische brauchen aber gerade die unteren kalten Zonen in einem Naturnahen Teich.

Teichfilter werden bei dem von mir propagierten Teich nicht gebraucht. Auch ein elektrischer Eisfreihalter braucht man nicht. Es reicht ein Bündel Schilf welches man über den Winter an einer tiefen Stelle ins Wasser stellt. Oder ein Eisfreihalter aus Styropor, der fixiert an der Wasseroberfläche schwimmt. Wichtig ist das die Gärgase, die sich auch im Winter bilden beim Verrotten von Pflanzenteilen, an einer Stelle entweichen können. Nicht das Fische und Schildkröten an Sauerstoffmangel verenden.

Eine Unterwasserbeleuchtung gehört auch nicht in einen Natur belassen Gartenteich.

Wasserstaubsauger und alles was es sonst noch so gibt (an Maschinen) zum Reinigen des Teiches werden auch nicht gebraucht. Ein Kescher zum ab Keschern von Blättern usw. . . der ist immer vom Vorteil.

 

Füttern

Um es gleich vorweg zu nehmen, bei mir im Gartenteich wird kein Tier zusätzlich gefüttert. Bei einem Teich der als kleines Biotop, ohne jegliche Technik angelegt ist, ist dies ganz einfach nicht nötig. Nein es wäre ganz einfach ein Fehler.

Ich weiß für Gartenfreunde die sogar ihre Vögel aus falsch Verstandener Tierliebe, im Garten, im Sommer füttern, (die Firma Dehner hat in diesem Sommer "2011"für Vogelfutter Werbung gemacht) nicht Vorstellbar. Meine Meinung: alles nur Geschäftemacherei, die mit artgerechter Tierhaltung nichts zu tun hat.

In meinem Teich schwimmen Zahnkarpfen (Goldfische) in den unterschiedlichsten Färbungen. Diese wurden vor gut zwanzig Jahren, nach der Erbauung, des Teiches eingesetzt (ca. 15 Stück). Ihr Bestand, schon nach dem ersten Sommer, hat sich bei etwa sechzig Fischen eingependelt. Gezählt wird alle zwei Jahre beim Reinigen des Teiches. Und seit zwanzig Jahren ist kein Goldfisch neu eingesetzt worden.

Der Teich fast etwa vierzehn Kubikmeter Wasser .Hier schwimmen in der Regel etwa drei bis fünf Schildkröten, aber nur in den Sommermonaten.

 

Was fressen die Tiere nun?

Goldfische und Chrysemys picta, als Allesfresser, haben erst einmal an Wasserpflanzen, alles was sie sich nur Wünschen in reichhaltiger Fülle. Bei einer artgerechten Besetzung werden die Wasserpflanzen, auch nicht total von den Schildkröten zerstört.

Die Schildkröten fressen auch von den Fischen größere altersschwache und kranke Fische. Aber auch kleinere Fische werden gefressen, einfach die die zu viel werden würden. Auch die Fische selbst Regeln auf diese Weise ihren Bestand. Es findet so eine ganz natürliche Auslese statt.

Außerdem haben sich ohne mein dazutun Grasfrösche (Rena temporaria) meinen Teich und den Garten als zu Hause ausgesucht. Diese setzen im Flachwasser, gleich im zeitigen Frühjahr ihre Leich Klumpen ab. Kaulquappen und kleine Frösche werden so auch als Futter genommen. Auch wird von den Fischen schon mal am Leich gefressen. Die Schildkröten kommen erst ab Mai in den Teich.

 

Weiter stehen den Fischen und den Schildkröten, eine Vielzahl an Anfluginsekten und deren Larven im Teich, zur Verfügung. Dazu kommen die ganzen Weichtierchen, wie Schnecken, Blutegel usw.

Hier nun mal eine Aufstellung von Kleinstlebewesen die unseren Fischen, Fröschen und Schildkröten, in unseren Gewässern, zur Auswahl stehen.

Einzeller,Bärtiechen,Schwämme,Nesseltiere,Strudelwürmer,Wenigborster,Egel,

Mosstierchen,Schnecken,Saugwürmer,Muscheln,Spinnentiere,Krebse,Springschwänze, Eintagsfliegen, Steinfliegen, Libellen, Heuschrecken, Wanzen, Netzflügler, Köcherfliegen, Schmetterlinge, Hautflügler, Zweiflügler und noch viele mehr mit ihren verschiedensten Unterarten.

Da nie gefüttert wird, und so ein Biologisches Gleichgewicht im Teich entsteht ist das Wasser auch immer klar. Es können keine Schwimmalgen sich bilden und das Wasser in eine grüne Brühe verwandeln, da der Teich bei den anfallenden Ausscheidungen der Tiere nicht Überdüngt wird. Natürlich bilden sich im Hochsommer mal Fadenalgen, aber immer in einem Ausgewogenen Verhältnis. Diese Fadenalgen werden auch gerne von Fischen und Schildkröten als Futter genommen.

 

Weiter stehen den Fischen und den Schildkröten, eine Vielzahl an Anfluginsekten und deren Larven im Teich, zur Verfügung. Dazu kommen die ganzen Weichtierchen, wie Schnecken, Blutegel usw.

Hier nun mal eine Aufstellung von Kleinstlebewesen die unseren Fischen, Fröschen und Schildkröten, in unseren Gewässern, zurAuswahlstehen.Einzelle,Bärtiechen,Schwämme,

Nesseltiere,Strudelwürmer,Wenigborster,

Egel,Mosstierchen,Schneckener,Muscheln,

Spinnentiere,Krebse,Springschwänze,

Eintagsfliegen, Steinfliegen, Libellen, Heuschrecken,

Wanzen, Netzflügler, Köcherfliegen, Schmetterlinge,

Hautflügler,Zweiflügler und noch viele mehr mit ihrenverschiedensten Unterarten.

Da nie gefüttert wird, und so ein Biologisches Gleichgewicht im Teich entsteht ist das Wasser auch immer klar. Es können keine Schwimmalgen sich bilden und das Wasser in eine grüne Brühe verwandeln, da der Teich bei den anfallenden Ausscheidungen der Tiere nicht Überdüngt wird. Natürlich bilden sich im Hochsommer mal Fadenalgen, aber immer in einem Ausgewogenen Verhältnis. Diese Fadenalgen werden auch gerne von Fischen und Schildkröten als Futter genommen.

 

Mein Gartenteich

Dieser wurde im Jahr 1990 erbaut und angelegt. Damals hatte ich noch keinerlei Gedanken an Schildkröten. Es sollte ein ganz normaler Zierteich mit Fischen im Garten werden. Der Teich wurde mit verschiedenen Ebenen, mit einer kleineren Fachwasserzone erbaut. So das eine Bewegung des Wassers bei Sonnenschein entsteht. Der Aushub des Teiches wurde rings um den Teich gleichmäßig angehäuft/verteilt, so das ein kleiner Deich von etwa 50cm Höhe entstand. Dies nun entstandene Becken wurde mit einer 1 Millimeter starken, schwarzen Teichfolie ausgelegt. So liegt der Wasserspiegel ca. 40 cm höher als die Rasenfläche. Eine nicht ganz übliche Art, aber mir und meist immer auch den Besuchern gefällt es.

 

An Wasser und Sumpfpflanzen wurde alles was zu bekommen war, in die dafür passenden Ebenen gepflanzt. Im Uferbereich wurden die entsprechenden Sträucher und Stauden gepflanzt. Hier auch ein Bambus und ein roter Zwergahorn wie es nun mal so üblich ist. Ein alter vorhandener Flieder wurde mit integriert. Als Abgrenzung zum Rasen wurden Rasenplatten gelegt. So ist der Rasen immer gut zu Mähen ohne das die Rasenkanten geschnitten oder abzustechen sind. Schon in den ersten Jahren zeigte sich was bei uns wächst, ganz gut wächst, gar nicht wachsen will und auch ganz vergeht. auch waren auf einmal Stauden da die gar nicht gepflanzt wurden. Im Großen und Ganzen wurde im Laufe der Jahre nichts Neues hinzu gepflanzt. Alles wurde nur so wie es unbedingt nötig wurde geschnitten und gepflegt. So entstand mit den Jahren ein kleines eigenständiges Biotop.

Irgendwann vor ca. zehn Jahren hatte ich Interesse an asiatischen Granitlaternen und so kamen sie an den Teich. Auch rot angestrichene Bambusstangen wurden hinzugefügt. Immer aus der eigenen Phantasie, nie nach irgendwelchen Vorbildern mit vielleicht noch einer Bedeutung. Eine Granitgartenbank kam auch noch hinzu.

 

So pflege ich heute Nordamerikanische-Wasserschildkröten, nicht ganz Stilecht in einem Gartenteich mit asiatischen Ambiente. Der Teich wurde im Außenbereich zu den Nachbar-Grundstücken mit Schalbrettern eingefasst. Zum Rasen hin wurden Palisaden, ca. 50 cm hoch, eingeschlagen. So wird das Ausreisen der Schildkröten verhindert. Eine ganz ganz wichtige Maßnahme, bei der Haltung von Schildkröten im Teich. Vor vier Jahren (2007) kam noch ein kleines Anhängsel von Teich mit hinzu, welches mit Granitsteinen und Schalbrettern eingefasst wurde. Bei einem großspurigen Denken könnte man nun von einer Gartenteichanlage sprechen.

Ins Wasser selbst wurden vom Ufer her abgelagerte Baumstämme aus der Amper gelegt. Sie dienen den Schildkröten nun als Sonnenplatz. Weiter wurde für diesen Zweck eine dicke Korkinsel angebracht. Beides wird sehr gerne angenommen. Am sonnigsten Uferplatz wurde ein Sandhaufen angelegt, zwecks einer eventuellen Eiablage. Dies ist aber im Laufe der Jahre noch nie Vorgekommen. Auch sonst an anderen Plätzen konnte ich noch keine Eiablage Beobachten.

 

Schildkröten im Teich

In meine Gartenteichanlage kommen nur im Sommer, von Mai bis September Chrysemys picta-Arten. In den großen Teich bis zu fünf Weibchen von Chrysemys picta picta und Chrysemys picta bellii insgesamt. In das kleinere Anhängsel, meist ein Chrysemys picta marginata-Männchen. Alle anderen Chrysemys bleiben in ihren Aquaterrarien.

Erfahrungen

Eine ganzjährige Haltung von Chrysemys wurde zweimal versucht, aber im Frühjahr waren die Tiere immer Tod, egal welche Bemühungen unternommen wurden.

Genauso ohne Erfolg war ein zu frühes in den Teich geben (März/April). Auch hier gab es Tode Tiere.

Nach diesen negativen Erfahrungen kommen nun nur noch über die Sommermonate hinweg (Mai bis September) Chrysemys in den Teich. Hier Erfreuen sie die ganze Familie, besonders die Enkelkinder.

Kommen die Tiere aus dem Terrarium in den Teich, dann werden sie sofort wieder ganz und gar zu Wildtieren. Gleich ist ihr ganzes Verhalten ganz anders, scheuer als es im Terrarium war. Sonnen sie so springen sie sofort bei der kleinsten Bewegung oder gar Erschütterung, zum Schutz ins Wasser. Erst im Laufe der Wochen ändert sich dies, vor allen dann, wenn sich im Sommer oft im Garten aufgehalten wird.

Weiter setzt man semiadulte Schildkröten in den Teich, so legen sie an Größe und Gewicht während ihres Aufenthaltes in diesem nicht zu. Dies liegt nicht daran, dass sie nicht gefüttert werden, nein es liegt an der Temperatur des Wassers, das selten mal über 22 °C warm wird. So können die Tiere nie gut verdauen und so die Nährstoffe in Energie zum grösser und schwerer werden umsetzen. Eine Erfahrung die auch Volker Naths bei seinen Tieren gemacht hat (mündliche Mitteilung).

 

Es ist auch Bekannt das Schildkröten in ihren Nordamerikanischen Vorkommensgebieten nur in einer ganz kurzen Zeit, aus diesen genannten Gründen wachsen.

Schildkröten gehören erst ab einer Größe von zehn bis zwölf Zentimetern in den Gartenteich. Vorher werden sie zu leicht von Fressfeinden erbeutet, wie da sind: Raben, Falken, Elstern, Eichelheer, Steinmarder, Katzen und Andere.

Kommen in den Garten Waschbären, dann muss der ganze Teich so eingezäunt werden, dass die Waschbären nicht an den Teich kommen können. Ist dies nicht Machbar, dann sollte man gar nicht erst Schildkröten in den Teich geben. Hier ist dann nur Ärger vorprogrammiert, der einen die Lust an Schildkröten im Teich nimmt.

 

Pflegearbeiten

Um den Teich herum gibt es immer wieder mal Sträucher und Stauden die ausgeschnitten/zurückgeschnitten werden müssen, sei es das sie zu groß werden oder auch abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen sind. Auch gibt es mal Kräuter wie z.B. Löwenzahn der überhand nehmen und so ausgestochen werden müssen.

An heißen Sommertagen Verdunsten bis zu fünf Zentimeter Wasser. Manch einer hat hier schon an eine defekte Teichfolie gedacht. Hier muss nun das Wasser immer wieder bis zum Überlaufen des Teiches aufgefüllt werden.

Alle zwei Jahre pumpe ich das Teichwasser ganz aus dem Teich, meist an einem sonnigen Herbsttag. Nun wird vor allen, ein Teil der Seerosen entfernt, da Sie sonst so übig werden und ihre Blätter die Wasseroberfläche ganz bedecken. Angefallene Pflanzenreste,

Schlick/Mulm wird ebenfalls so gut es Möglich ist entfernt. Anschließend wird der Teich wieder bis zum Überlaufen gefüllt. So wird auch verhindert, dass sich zu viele Schädliche Gärgase bilden können.

 

Weiter werden über den Sommer hinweg lose Pflanzenteile die auf der Wasseroberfläche

Treiben abgekeschert. Meist sind das Wasserpflanzenteile, wie z.B. Seerosenblätter die von den Schildkröten abgebissen wurden. Oft auch Blätter die vom Wind in den Teich geweht wurden.

So abgekescherte Wasserpflanzenteile werden den Schildkröten in den Aquaterrarien gefüttert.

 

Hilfsmaßnahmen

Einmal könnte der Gartenteich zu einem Teil mit einem Glasdach überdacht werden. Zum anderen kann man einen UV-Strahler (160 oder auch 300 Watt) unter diesem Dach, über einem Sonnenplatz anbringen. Dieser kann je nach Bedarf in den Übergangszeiten, bei Schmuddel Wetter (Frühjahr/Herbst) eingeschaltet werden.

So wird es nun möglich, immer Vorausgesetzt der Teich ist Schildkrötengerecht angelegt, die Schildkröten ganzjährig im Teich zu halten.

Auch sollte der Eiablageplatz unter diesem Glasdach angelegt werden. Hier kommt nun aber hinzu, dass die Pflanzen im Uferbereich, unter dem Glasdach immer gut gegossen werden müssen. Auch der Eiablageplatz muss Regelmäßig befeuchtet werden, sodass der Sand griffig bleibt und nicht beim Ausheben der Eigrube in sich zusammen rieselt.

 

Zusammenfassung

Ein Gartenteich ist immer eine wunderschöne Oase im Garten. Wichtig ist das er für seine gewünschten Zwecke, mit Überlegung angelegt wird. Gerade für eine Schildkröten Haltung im Teich ist hier einiges zu Beachten. Hat man über alles gut und Überlegt nachgedacht und in die Wirklichkeit Umgesetzt, so wird man über Jahrzehnte viel Freude daran haben.

Es ist egal bei welcher Gegebenheit, ob bei den Pflegearbeiten oder beim vor sich hinschauen und Träumen auf der Bank am Teich, man kann ganz einfach immer gut Entspannen/Relaxen. Oft verliert man gerade hier den Sinn für Zeit und Stunde.

 

 

Die Bilder, die hier in dem Bericht gezeigt werden, sind alle bei mir am Teich gemacht worden. Zu den verschiedensten Jahreszeiten und auch beim Reinigen des Teiches.

 

Schauen Sie auch bei  Günter Kalter unter www.schildkroetenteiche.de

Gute Homepages,mit vielen Nützlichen Informationen zum Erstellen und mit vielen Tipps vor und nach dem Teichbau,sind diese zwei von  Heiko Fröhlich.

 

http://www.gartenteich-ratgeber.com/ 

(http://garten-teiche.info/)